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Interview von Staatssekretär Stephan Mayer zum Thema „Lärmschutz an der A 94“

| Landkreis

Sie wollen sich des Themas annehmen. Was haben Sie in den letzten Wochen veranlasst?

Mein Ziel ist es, konkrete Messungen des Lärms nach der Verkehrsfreigabe zu erreichen. Bislang wurden die Lärmwerte nur vorab berechnet. Fakt ist, dass Menschen, teilweise weit entfernt von der A 94, über hohe Lärmbelastung klagen und sich in ihrer Lebensqualität zu Tag und zu Nacht beeinträchtigt sehen. Diese Klagen gehen aus meiner Sicht deutlich über Empfindungen hinaus, die in einer einst ruhigen Gegend durch die Freigabe einer neuen Autobahn "normal" wären. Daher habe ich mich zunächst an die Autobahndirektion mit der Forderung gewandt, den Lärmpegel an verschiedenen Stellen und zu verschiedenen Tageszeiten zu messen. Unabhängig davon muss geprüft werden, ob an allen Stellen der Strecke, insbesondere auch an den Brücken, die besten technischen Maßnahmen ergriffen wurden. Es geht nicht nur darum, die Grenzwerte einzuhalten, sondern auch den Lärm zu mindern, wenn dies technisch möglich ist. Weiters habe ich Kontakt mit den beiden Verkehrsministern Andreas Scheuer (Bund) und Hans Reichhart (Land) aufgenommen. Ich arbeite daran, dass hier bald etwas passiert.

 

Halten Sie eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A94 für sinnvoll?

Diese halte ich nur dann für sinnvoll, wenn dadurch die Lärmbelastung wirklich sinkt. Insbesondere bei LKWs sollten wir vermeiden, dass Ausweichverkehr auf den Landstraßen entsteht. Dann haben wir das Problem nur verlagert. Wichtiger ist zunächst die Prüfung des aufgebrachten Asphalts. Dass selbst Flüsterasphalt zu solchen Beschwerden führt, war auch mir neu. Dies wäre nach den Messungen eine weitere wichtige Stellschraube.

 

Halten sie eine Änderung der Gesetzgebung zum Lärmschutz für sinnvoll mit dem Ziel, Anwohner von Straßen etc. besser zu schützen?

Ich stehe beim Lärmschutz, sei es bei Straßenprojekten, aber auch beim Ausbau der Bahn auf der Seite der Bürgerinnen und Bürger. Hier müssen die technisch besten Möglichkeiten ergriffen werden. Dies gilt übrigens auch für Bestandsstrecken, wenn sich Lärmbelastungen durch verstärkten Verkehr erhöhen. Selbstverständlich sind Änderungen in der Gesetzgebung nie auszuschließen. Sie sind aber langwierig. Wir sollten hier nicht den zweiten vor dem ersten Schritt tun. Wir wollen so schnell als möglich besseren Lärmschutz erreichen.

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